
| Staffel 1: Episode
11: KIDS Drehbuch: Peter Probst Okay, wenn ihr den Spielfilm Kids gesehen habt, dann wisst ihr schon ungefähr, worum es in dieser Episode geht... hahahaha. Nicht. Es ist Winter in Wildbach, wie uns ein sehr hübscher Panoramaschwenk deutlich zeigt. Highlife im Skigebiet. Und zwei Kinder klauen ein Paar Ski an der Talstation eines Lifts. Martins Wüstenwohnmobil fährt durchs Bild, und darin weckt Martin, am Steuer, die Christl auf, die die letzten 500 km verschlafen hat. Jede Menge Exposition darüber, dass die beiden gerade aus der Sahara zurück kommen, wo Christl gern noch geblieben wäre. Aber nirgendwo ist es so schön wie zu Hause, Dorothy – äh, Christl, also stell dich nicht so an. Außerdem sorgt sie sich eh um ihr Hotel, das in der Zwischenzeit von irgend einem Kerl geführt worden ist, von dem wir noch nie was gehört haben. Das Mobil fährt quer durch den Ort, obwohl es vor 20 Sekunden kontinuierlichen Dialogs noch eine halbe Stunde Fahrt sein sollte, und Christl will nicht mehr mit Martin frühstücken. Trotzdem war es der schönste Urlaub in Christls Leben, und auch wenn er jetzt vorbei ist – um drei holt Christl Martin zum Skifahren ab. Leute, die Lifte machen doch schon um vier zu!? Egal. Kramerhof. Frühstück im Bett. Conny ist seit der letzten Folge extrem gereift und wünscht sich jetzt Kinder, wovon Lissy nicht sonderlich begeistert ist. Bevor sie sich aufgrund dieser Diskrepanz voneinander trennen könnten, wechselt Lissy schnell das Thema und beschwert sich, dass Conny ihr die Arbeitskraft vom Sepp weggeschnappt hat, weil der jetzt halbtags bei Conny arbeitet. Aber auch das führt zu keiner Trennung, also weiter im Text... Kramerhof. Martin steigt se-kun-den-lang aus dem Auto aus. (Ist auch diese Episode wohl ursprünglich zu kurz geraten?) Er geht hinein und trifft auf Conny und Lissy, die sich gegenseitig anziehen. Beide sind begeistert, dass er wieder da ist, und überhäufen ihn mit Fragen. Conny erklärt Martin, dass die Bergwacht (seine erste Sorge!) auch ohne ihn nicht kollabiert ist; nur die Skidiebe machen ihnen zu schaffen. Böglerhof. Der Komische Geschäftsführer, der übrigens einen Anzug trägt und somit ein arroganter Schnösel sein muss, und Tanja werden von Christl debrieft. KGF erklärt, wie gut es gelaufen ist: „Einige Gäste haben ihren Urlaub sogar verlängert.“ Weil das das entscheidende Gütekriterium ist. Christl ist jedenfalls happy. KGF schnöselt ein wenig rum und verzieht sich dann; Tanja belästigt Christl mit irgendwelchen Joint-Venture-Schnapsideen von Conny. Außerdem hat Tanja einen Knutschfleck, den Christl schnell unter einem mitgebrachten Schal versteckt. In der Tankstelle wäscht Erni ihrem Sohn Alois den Kopf, weil der sich nicht gut genug durchsetzen kann. Erstens hat er sich von Conny ein (im Übrigen potthässliches und zweifellos auch für Conny kontraproduktives) Werbeplakat für Connys Skiverleih aufzwingen lassen, um damit das "Image" der Tankstelle "breiter aufzufächern". Und zweitens mag Erni die Tanja nicht; oder zumindest glaubt sie, dass die "vertrackte" Tanja Alois früher oder später wieder auf der Nase herumtanzen wird. Alois hat übrigens denselben Knutschfleck. Hehe. Sepp wachst in Connys Keller die Ski, ist aber unglücklich, weil Lissy ihm zusetzt. Conny nennt ihn "Skikosmetiker", worauf Sepp der Depp auch noch hereinfällt, und Conny labert rum. (Was gibt's Neues?) Alois kommt wütend angebraust, das Plakat auf einem Leiterwagen hinter sich, und stürmt in den Laden und den Keller. Aufgebracht erklärt er Conny, was Erni ihm gerade erklärt hat, aber Conny versteht das nicht: "Das Schild ist doch spitze, allein schon vom Design her." Weil Conny blind ist. Und im Jahr 1957 lebt. Jedenfalls kommt dann ein Ehepaar herein, denen die Ski gestohlen worden sind, und Conny schaltet um auf Verkäufer-Modus. Unterdessen klaut das Kind vom Anfang der Episode schon wieder exakt dasselbe paar Skier. Naja, jeder Dieb hat so seine Masche, nehme ich an. Zehn Meter weiter setzt ein Skifahrer gegenüber einem nun wirklich völlig unprofessionellem Liftler ("dann rufen S‘ doch die Bergwacht an") eine vergebliche Unfallmeldung ab. Conny und Alois vor Connys Laden. Alois wundert sich, was der Skidieb vom Klauen hat - und legt nahe, dass Conny mit seinem Skiverleih und -verkauf ja wohl noch am ehesten davon profitiert. Conny reagiert darauf völlig überzogen, und ich war schon drauf und dran, Horst Kummeth eine uncharakteristisch schlechte schauspielerische Leistung zu unterstellen, als klar wird, dass Conny das Ganze nur spielt, um Alois ein schlechtes Gewissen zu bereiten. Damit der dann das Schild doch wieder bei sich aufstellt. Aber dann realisiert Alois das auch; nur ist Conny in den drei Sekunden, die er dazu benötigt, in den Laden zurück gegangen, hat mit Emmeran telefoniert, seine Bergwachtjacke angezogen und ist wieder heraus gekommen. Es gibt n#mlich einen Einsatz. Sie brausen los. Wieso hat Alois eigentlich zwei Werbeschilder auf seinem Anhänger? Wir werden es wohl nie erfahren. Kramerhof. Martin packt aus - jede Menge sandige Polaroids und eine Cassette mit Musik, die... naja, sagen wir mal, Stefan Massimo wirkt plötzlich wie ein total akzeptabler Künstler. Außerdem pappt er irgendwelche Schema-Darstellungen von... irgendwas... an eine Pinnwand. Christl erscheint mit schlechten Neuigkeiten: Ihr letzter noch lebender Sohn hat Schulschwierigkeiten - im Internat. Mal wieder. Martin nimmt das Ganze nicht so ernst. Christl ist sauer. Conny und Alois fahren eine Lustige Leichtverletzte mit dem Akja zu Tal. Was mich beeindruckt: Das Ganze ist ein Take – die Stuntfrau muss sich tatsächlich von den beiden Schauspielern hundert Meter weit durchs Gelände fahren lassen! Christl und Martin diskutieren Florians Schulproblem. Martin hat volles Verständnis für das Kind, weil der halt "in so einem Alter" ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Martin jemals in "so einem Alter" war, aber okay. Christl will nach München fahren. Touristen regen sich über die Skidiebstähle auf. Bernd und der andere Polizist sind genervt. Die beiden kleinen Skidiebe schauen zu. Conny und Alois kommen unterdessen im Tal an und übergeben die Lustige Leichtverletzte an den Hofer. Aus irgend welchen Gründen preist Conny ihn der Lustigen Leichtverletzten über Gebühr an, aber alle Vorschusslorbeeren welken innerhalb von Sekunden, als der Hofer auftaucht und sich über die Beerdigung lustig macht, auf der er gerade war. Bernd dirigiert die erzürnten Touristen in Connys Richtung, um sich neue Ski zu leihen. Connys Laden. Inge trägt zu viele Paar Skier zu Sepp in den Keller. Sie fragt sich, warum Connys Despezialisierungsrede von vorhin für Sepp gelten soll, aber nicht für sie, worauf Sepp der Depp meint, das sei bei Frauen wahrscheinlich etwas anderes. Inge hält ihm den üblichen pseudofeministischen Vortrag, und dann kommt Conny mit den erzürnten Touristen rein. Wie sich herausstellt, hat Conny das zweifellos improvisierte "Welcome Package" verkauft, und außerdem müssen seine Kunden die Skier jetzt leasen statt mieten...!? Jedenfalls kann sich Tourist A gar nicht gescheit aufregen, bevor Tourist B kommt und erklärt, dass er seine gestohlenen Ski wieder zurück bekommen hat. Wow. Außerdem will Inge dringend mit Conny über seine Einstellung zu Frauen sprechen - offenbar, weil sie dumm ist und Conny nicht von Sepp unterscheiden kann. München. Ehrwürdiges Internat. Innenhof. Flori sitzt im Schnee. Drinnen, auf einem Gang, erklärt der Klassenlehrer, dass Flori nicht nur schlecht in der Schule ist, sondern auch "kriminelle Energie" entwickelt. Beispielsweise hat er "an die zwanzig Mal" eine Tür aufgebrochen, um "Schulaufgabentexte" zu klauen und damit zu handeln. Ich nehme an, er meint Klausuraufgaben. Außerdem hat er Wein aus dem Böglerhof mitgehen lassen und seine Freunde damit versorgt, wie es scheint. Lustig, das KGF und Tanja das nicht aufgefallen ist. "Wir müssen etwas unternehmen", sagt der Lehrer. Die Klausuraufgaben woanders aufbewahren vielleicht? Und so geht Christl in den verschneiten Innenhof zu ihrem Sohn und spricht mit ihm. Zuerst mal verteidigt sie sich, weil sie so eine schlechte Mutter ist. Tolle Strategie, Christl! Dann wirft sie ihm seine Vergehen vor, die er alle offen zugibt. Flori sieht alles ganz locker. Christl seufzt. Kramerhof. Bernd ist auf der Suche nach Conny, trifft aber erstmal auf Martin, der grade erste Vorbereitungen für seine neue Erfindung trifft, aber nicht allzuviel preisgeben will. Wenn es doch nur so geblieben wäre! Martin erzählt von einem Mann, den sie in der Sahara kennen gelernt haben, und der offenbar zu Fuß unterwegs war (?!?), dann in einen Sandsturm geraten ist und nie wieder gefunden wurde. Selbst schuld, sag ich da. Na, jedenfalls war das Inspiration genug für Martin, ein GPS mit integriertem Funkgerät zu erfinden. Ich frage mich, ob man dafür wirklich ein Patent bekommen kann. Es ist ein Funkgerät und ein GPS-Empfänger! Patent! Es ist ein Handy und ein Thermometer! Patent! Es ist ein Nudelholz und eine Massagebürste! Patent! Bernd ist jedenfalls beeindruckt. Conny versucht, kleine Connylinge zu machen, aber Lissy will nicht. Sie ist immer noch sauer wegen Sepp. Herrje, Lissy, du wohnst in einem Fremdenverkehrsort, wo es von ausbildungslosen Vielzwecktalenten nur so wimmeln dürfte, also halt dein Maul und lass ihn ran. Oder, lieber doch nicht, wenn ich’s mir recht überlege. Ich will das nicht sehen müssen. Zum Glück klopft Bernd in dem Moment und stört die nicht-so-traute Zweisamkeit. Er will Conny verhören. Wo war Conny um halb zehn? Beim Frühstück mit Martin. Kann Lissy das bestätigen? Kann sie nicht, sie war schon weg. Conny weiß nicht mehr so genau, wo er um halb zehn war. Hat er Zeugen? Nein. Conny wird jetzt so richtig sauer, wie es halt so seine Art ist. Lissy versucht ihn zu beruhigen, kriegt aber von Conny praktisch ein "Halt’s Maul" ab. Ich kann mich gar nicht entscheiden, auf wessen Seite ich nun stehen soll... Ha, ich weiß - ich bin auf Bernds Seite; Bernd bleibt bewundernswert ruhig. Martin geht schließlich dazwischen und schlägt einen beruhigenden tunesischen Rotwein vor; Alois und Sepp sind auch schon dabei. Das riecht verflixt nach Dia-Abend aus der Sahara... zu blöd, dass ich heute keine Zeit hab, Martin. Ja, verdammt, ich hätte deine Dias so gerne gesehen. München. Großwohnsiedlung. Neuperlach? Wohl kaum. Christl sieht sich Fotos einer Wohnung an, während sie im Auto sitzt. Hä? Kramerhof. Aufbruchstimmung. Alle sind besoffen. Conny und Bernd haben sich versöhnt. Der Hofer hat sich in einen Fuß verliebt, aber die dazu gehörige Frau (die sie vorhin gerettet haben) stand mehr auf Conny. Alois hält den Skidieb für geistig behindert. Sepp legt sich beim Weggehen auf die Klappe. Lissy ist müde und nölig. Christl kommt den Gelage-Gästen entgegen. Da Martin als einziger offenbar noch nüchtern ist, weint sie sich bei ihm aus. Ihr Plan: Jeden Tag von München nach Wildbach zu pendeln, um näher bei ihrem Sohn zu sein. Martin echauffiert sich darüber, dass die Wohnung 3000 DM im Monat kosten soll. Alter, für eine zweistöckige möblierte Wohnung in München, die man kurzfristig anmieten will, ist das praktisch geschenkt! Christl stört das nicht, aber was wird aus dem Böglerhof? Aber vielleicht könnte ja KGF das Geschäft leiten. Yippie! Nicht! Sepp! Sepp bezahlt die Kinderdiebe! An der Talstation! A-ha! Conny und Alois, mit einem leeren Akja, sehen ihn dabei. Christl versucht, KGF noch für zwei Monate zu halten. Natürlich ziert er sich, denn er ist ja ein Schnösel. Aber er lässt sich überreden. Martin, ein unbekannter Bergwachtler, der leere Akja, Winterlandschaft. Dies ist eine Übung, und Alois muss den Verletzten, Conny den Ersthelfer spielen. Wozu üben die sowas, wenn sich ständig echte Unfälle ereignen? Und warum fahren sie durch den Tiefschnee, wenn Alois mitten auf der Piste liegt? Zwanzig Meter oberhalb der Talstation? Egal. Ach so, das Ganze ist nur Tarnmanöver, um die Liftstation im Auge zu behalten und den Skidieb zu enttarnen. Weil für die Wildbacher Bergwacht Aufwand und Ergebnis in keinerlei Zusammenhang stehen. München. Wohnung. Makler. Christl plappert Martins finanzielle Bedenken nach, aber dem Makler ist das ziemlich schnurz, denn er hat ja schon ihre Unterschrift. Christl hat ihre Post aus Wildbach mitgenommen. Warum? Weil es im Drehbuch stand. Flori klingelt nämlich und kommt rein, und sie gehen gemeinsam die Post durch. Und siehe da, jemand will den Böglerhof kaufen. Würde irgend jemand ein Kaufangebot für ein Hotel der Größe des Böglerhofs aus heiterem Himmel mit der Post schicken? Na, jedenfalls ist Flori absolut dagegen, aber Christl ist sich nicht so sicher... Skigebiet. Bergwacht-Übung. Alois fallen die beiden Kinder auf. Wir sehen uns die beiden genauer an, und sie erklären einander (sprich: uns) völlig ohne Not nochmal die Situation: Sepp hat ihnen Geld gegeben, um Touristen ohne Ski anzusprechen und auf Connys Laden hinzuweisen, aber sie fanden, die Ski zu verstecken, wäre viel effektiver. Außerdem wollen sie nicht mit den blöden Touristen sprechen, wie sie uns in perfektem Hochdeutsch mitteilen. Ah ja. Jedenfalls schnappt sich eins der Kinder Alois‘ Lock-Ski, woraufhin wiederum beide von den Bergwachtlern geschnappt werden. Kind 1 versucht sich zu retten, indem er alles auf Sepp schiebt. Conny "kauft sich" Sepp, aber das können die Kinder dann doch nicht mit ansehen und erklären uns alles noch mal. Conny ist begeistert: "Da hab ich ja einen Subunternehmer gehabt! Das hätte ich dir ja gar nicht zugetraut!" Ich persönlich wundere mich jedesmal, dass Sepp vollständige Sätze sprechen kann, von daher bin ich voll und ganz Connys Meinung. Und was wird aus den Kindern? Wer weiß. Kramerhof. Martin beim Schneeschippen – also ist es wohl der nächste Tag. Martin weist Lissy darauf hin, dass sie spät dran ist, aber sie meint, dass Sepp jetzt wieder bei ihr die Stellung halte und sie überhaupt nur zur Arbeit geht, weil Alois ein Werbeplakat vorbeibringen will. Der Kreis schließt sich, und so. Da erscheint Christl „Ich-komme-immer-wenn-andere-gehen“ Mayrhofer und entführt Martin zum Schlittenfahren. Eine Metapher? Wohl kaum. Aber das Ende der Episode. |